Durch die Anzahl von acht jahrgangsgemischten Lerngruppen der Schuleingangsstufe ist es leichter möglich, eine passende Lerngruppe für neue Kinder an der Schule auszuwählen.
Bei der Einschulung wird jedes Kind einem Lernhaus zugeordnet, in welchem es zuerst die Schuleingangsstufe (Jg. 1/2) besucht und dann in die Lerngruppe der älteren SchülerInnen (Jg. 3/4) wechselt. Dadurch erfahren die Kinder Beständigkeit und Verlässlichkeit. Im Lernhaus erleben die Kinder den Schulalltag und ihre Grundschulzeit gemeinsam. Die SchülerInnen haben über die Schulzeit hinweg mehrere verlässliche Bezugspersonen (Patenkinder, FreundInnen, MitarbeiterInnen), auch wenn sie einmal von 1/2 zu 3/4 den Klassenraum wechseln.
Die Kinder der Lerngruppe 1/2 lernen im Schulalltag schon von Zeit zu Zeit den Raum der zugehörigen Lerngruppe 3/4 kennen, in welchen sie dann ab Jahrgang 3 wechseln. Die zwei Klassenräume des Lernhauses müssen nicht jedes Schuljahr an eine neue Klassenstufe angepasst werden, sondern werden im Sinne der vorbereiteten Lernumgebung einmalig mit den passenden Lehr- und
Lernmitteln für beide Jahrgänge ausgestattet. Persönliche Lernmaterialien wie Hefte, Ordner, Handarbeits- und anderes Material nehmen die Kinder nach Jahrgang 2 in einem Körbchen mit und räumen es im "neuen" Klassenraum in freigewordene Regale.
Vor einigen Jahren entstand in unserem Kollegium der Wunsch, den Kindern unserer Schule in ihrer Vielfalt (noch) gerechter zu werden. Somit haben wir uns als Schule gemeinsam auf den Weg gemacht, uns weiterzuentwickeln. Durch Hospitationen und Fortbildungen wurden positive Eindrücke und Impulse für das jahrgangsgemischte Arbeiten gesammelt, sodass beschlossen wurde, diesen Weg an unserer Schule auch zu gehen. Durch die Umstellung auf die Jahrgangsmischung wollen wir als Schule den individuellen Blick aufs Kind und den Austausch darüber in multiprofessionellen Teams noch weiter stärken und Vielfalt zur Selbstverständlichkeit werden lassen.