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Ziel ist es,

Sprache als Medium (ist) in allen Fächern so zu vermitteln und sukzessive aufzubauen, dass die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, Sachverhalte auf ihrem Sprachniveau aufzunehmen und dieses Sprachniveau systematisch aufzubauen, um (die) Bildungssprache als Voraussetzung für schulischen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe zu erwerben.

(Sprachbildungskonzept der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit, 2013, S.3).

Der Aufbau der Bildungssprache ist eine Aufgabe aller Fächer, dabei soll durch Angebote für spracharme Kinder und auch durch fordernde Angebote für sprachlich begabte Kinder jeder seine Sprachkompetenz erweitern. Die Sprachkompetenz umfasst dabei die Bereiche Sprechen, Zuhören, Lesen und Schreiben.
20% der Schülerschaft der Grundschule an der Stader Straße haben einen Migrationshintergrund und so eine andere Herkunftssprache. Diese Herkunftssprache soll gefördert werden. An unserer Schule gibt es die Möglichkeit nachmittags am Türkischunterricht teilzunehmen.

Zur Bestimmung der Lernausgangslage wird folgende Diagnostik eingesetzt:

1. Schuljahr

  • Vor der Einschulung: Kennenlerntage (Mirola)
  • Cito-Nachtestung am Anfang der 1. Klasse
  • Ende Klasse 1: Sichtung durch BLIK (Bremer Lese-Intensiv-Kurs)

→ bei Meldung, durch das ZUP: HSP (Hamburger Schreibprobe), Stolpersteine Lesetest, informelle Testverfahren aus den Braunschweiger Materialien, Beratung durch BLIK oder REBUZ West

2. Schuljahr

  • LRS- Screening

→ bei Meldung, durch das ZUP: HSP, Stolpersteine Lesetest, informelle Testverfahren aus den Braunschweiger Materialien, Beratung durch BLIK oder REBUZ West

3. Schuljahr

  • Vera

→ bei Meldung, durch das ZUP: HSP, Stolpersteine Lesetest, informelle Testverfahren aus den Braunschweiger Materialien, Beratung durch das REBUZ West

4. Schuljahr
→ bei Meldung, durch das ZUP: HSP, Stolpersteine Lesetest, informelle Testverfahren aus den Braunschweiger Materialien, Beratung durch das REBUZ West

Die Grundschule an der Stader Straße hat im Schuljahr 2013 mit der Förderplanung im Team begonnen. Für SchülerInnen mit Förderbedarf im Bereich Sprachbildung wird kompetenzübergreifend ein Förderplan entwickelt, umgesetzt und in regelmäßigen Treffen evaluiert. In Elterngesprächen werden die Ziele und Maßnahmen mit den Eltern besprochen.

Für eine kontinuierliche Förderung ist die Gestaltung der Übergänge von der Kita in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführende Schule wichtig. Damit Berührungsängste abgebaut werden und die Lesekompetenz gesteigert wird, findet zwischen dem Leseclub und den Kitas „Bei den drei Pfählen“ und dem Betty-Gleim-Haus regelmäßig eine Vorlesestunde statt. Es werden Bücher aus der Schulbücherei oder der Kita-Bücherei vorgestellt. Die Kindergartenkinder werden von älteren Kindern für Schrift und Literatur begeistert.
Im November jeden Jahres nehmen wir als Grundschule am bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesen teil.
Alle Klassen leihen Bücher aus der Schulbücherei aus und nehmen am Antolin-Projekt teil.

Eine integrative Förderung der Bereiche Sprechen, Zuhören, Lesen und Schreiben ist ein Ziel, das im Unterricht aller Fächer verfolgt wird. Im Schulalltag der Grundschule an der Stader Straße werden für die Schülerinnen und Schüler anregende Sprechanlässe initiiert, z.B. im Morgenkreis.
Das Fachvokabular wird in den Räumen der Schule entsprechend visualisiert und es findet ein kontinuierlicher Aufbau der Lesekultur und -kompetenz statt.
Leseförderung findet zum Beispiel durch das offene Lesehaus im 1. Jahrgang, den Vorlesetag im November und die Lesepaten der Freiwilligenagentur statt.

Im Ganztag und in der AG-Zeit wird die Förderung der Sprachbildung besonders durch folgende Angebote unterstützt:

  • Leseclub
  • Chöre
  • Musical-AG
  • Theater-AG
  • Schulzeitungs-AG

Für SchülerInnen mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten in den dritten Klassen gibt es die Möglichkeit, an einer externen Förderung 1x pro Woche in der Grundschule Schmidtstraße teilzunehmen. Ein weiterer Baustein der Förderung ist ein schulübergreifendes Projekt der Oberschule Schaumburgerstraße und uns als Grundschule: Das Projekt „Große helfen Kleinen“ ist durch Schülerpatenschaften geprägt. Die älteren SchülerInnen unterstützen die GrundschülerInnen in der Bearbeitung von Übungsaufgaben.
In den Sommerferien nutzten in den letzten Schuljahren Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit der Teilnahme am Sprachsommercamp für Dritt- und ViertklässlerInnen

Für SchülerInnen, die über keine oder kaum deutsche Sprachkenntnisse verfügen, gibt es ab diesem Schuljahr einen Deutschkurs.
In diesem Kurs wird am Wortschatzaufbau gearbeitet und einzelne Kinder erhalten Unterstützung im Bereich Rechtschreibung oder Grammatik. Außerdem werden die SchülerInnen bei den Aufgaben aus ihrem Arbeitsplan unterstützt, so dass auch sie diese erledigen können.